Städtische Sammlungen Freital Freital

Schloss Burgk

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    Altburgk 61
    01705 Freital
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    Staedtische Kunstsammlung und Stiftung Pappermann, Bergbauschauanlage und Tagesstrecke

    Ein Kleinod und stilles Refugium der Stadt findet man am Fusse des Windberges im Stadtteil Freital-Burgk. Das einstige Rittergut Burgk, seit dem 14. Jahrhundert als Herrensitz bekannt, war seit alters her mit dem Steinkohlenbergbau eng verwoben. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde im Zuge der Bodenreform das Burgker Schloss mit seinen Gutsanlagen der Stadt Freital uebereignet. Die Verwaltung der Stahlwerkerstadt entschied sich mit kulturellem Interesse weitsichtig fuer die Umsetzung des seit 1923 bestehenden kleinen staedtischen Museums nach Burgk.

    Die Staedtischen Sammlungen Freital gehoeren mit ihren beiden Bestandssaeulen Bergbau- und Regionalgeschichte sowie Dresdner Kunstgeschichte zu den groessten nichtstaatlichen Museen Sachsens. Der einst regional praegende Industriezweig des Montanwesens wird durch mehrere Ausstellungen praesentiert. Im Hauptgebaeude des Komplexes findet der Besucher eine Ausstellung zur Entwicklung des Steinkohleabbaus im Doehlener Becken seit der ersten urkundlichen Erwaehnung 1542 bis in die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Ueber den langen Weg der Stadtgruendung bis hin zur Entwicklung der jungen Stadt im 20. Jahrhundert informiert eine umfaengliche Exposition in der Oberetage des Schlosses. Des Weiteren finden sich dort detaillierte Informationen zur reizvollen Naturlandschaft des Plauenschen Grundes, die im 19. Jahrhundert besonders die Romantiker wie Caspar David Friedrich, Heinrich von Kleist oder Ludwig Richter in ihren Bann zog.

    In der Bergbauschauanlage, die original der Untertagesituation nachempfunden wurde, erlebt der Besucher hautnah den Steinkohlen- und Uranerzbergbau zwischen 1945 und dem Ende der Foerderung 1989. Der zugehoerige Technikgarten laesst in Form einer Freiluftpraesentation den Bergbau der unmittelbaren Nachkriegszeit wieder aufleben. Ein hoelzerner Foerderturm, umgeben von Foerdermaschinenhaus, Kompressorenstation und Werkstattgebaeuden, erinnert an jene Jahre, in denen die Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft WISMUT uranhaltige Steinkohle foerdern liess.

    Das Besucherbergwerk "Tagesstrecke Oberes Revier Burgk", dessen Mundloch sich im Burgker Schlosspark befindet, wird neben Bergbaufans vor allem geologisch interessierte Besucher begeistern. Ein Steinkohlenaufschluss laesst die Einfahrenden eine Zeitreise in das 280 Millionen Jahre zurueckliegende Perm und die damalige Entstehung der Lagerstaette des Doehlener Beckens erleben. Die 1821 aufgefahrene Tagesstrecke zeigt aber auch das schwere Los der Bergarbeiter in den fruehindustriellen Steinkohlengruben der Region.
    Einen besonderen Platz in der Ausstellungslandschaft der Staedtischen Sammlungen Freital nimmt "Dorothea" ein. Auf diesen Namen wurde die erste elektrische Grubenlok der Welt, die 1882 von Siemens und Halske gebaut wurde, getauft. Als Leihgabe des Siemens-Forum Muenchen begeistert sie in Freital, ihrem urspruenglichen Einsatzort, nicht nur Elektrotechniker und Eisenbahnfreunde.

    Die Kunstsammlung der Stadt Freital stellt im Kontext der anderen saechsischen Sammlungen insofern einen Sonderfall dar, da sie versucht, die Kunstentwicklung einer bestimmten Region innerhalb eines begrenzten Zeitraumes zu dokumentieren. Gemeint sind damit jene sechs Jahrzehnte zwischen 1890 und 1950, die fuer die Kunstentwicklung Dresdens und darueber hinaus fuer die gesamte deutsche Kunst von epochaler Bedeutung sind. Somit versteht sich die Freitaler Sammlung als eine Spezialgalerie Dresdner Kunst und wird zu einer Ergaenzung der hochkaraetigen Galerien der Landeshauptstadt. Der Ursprung der Galerie ist im Ankauf einer Privatsammlung zu suchen.
    Museen werden oftmals durch private Sammlungen in erstaunlichem Masse bereichert. Ein solch gluecklicher Umstand ergab sich 1993 fuer das Freitaler Museum mit der Uebernahme der privaten Sammlung des Dresdners Friedrich Pappermann. Durch diese hochherzige Stiftung konnte ein Projekt in Angriff genommen werden, welches in Sachsen wohl einmalig sein duerfte die Darstellung der Dresdner Kunstentwicklung von der Gruendung der Koeniglichen Kunstakademie im Jahre 1764 bis zur unmittelbaren Gegenwart. Durch die Uebernahme von Gemaelden und grafischen Blaettern konnte zusammen mit den Werken der Staedtischen Kunstsammlung Freital ein Fundus geschaffen werden, der Dresdner Kunst ueber zwei Jahrhunderte in einer Breite erlebbar werden laesst, welche selbst in der Landeshauptstadt kaum moeglich ist.

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