Im Laufe der letzten Jahre des 20. Jahrhunderts sowie zum Auftakt des dritten Millenniums wächst die Mannigfaltigkeit der Stadt Valencia hinsichtlich Innovation in den Bereichen Kunst, Architektur, Wissenschaft und Business stetig heran. Seit seiner Einweihung im Jahre 1987 gilt der Musikpalast Palau de la Música in der Stadt als Hochburg der Musik mit internationalem Renommee dank der Gastauftritte von Dirigenten wie Rostropóvich oder der Sopranistin Montserrat Caballé. Das IVAM (Valencianisches Institut für Moderne Kunst) öffnet seine Tore im Jahre 1989 und gilt seither als das bedeutendste Museum für zeitgenössische Kunst nach dem Reina Sofía Museum. Für die nahe Zukunft ist bereits die Erweiterung des IVAM geplant, welche die Handschrift der japanischen Architekten Kazuyo Sejima und Ruye Nichizawa tragen wird.
Bereits in den 90er Jahren wird die Anlegung einer gigantischen Grünfläche entlang des ehemaligen Flussbetts der Turia in Angriff genommen, wo sich gegenwärtig auch die Stadt der Künste und der Wissenschaften befindet, ein imposanter, nach den Entwürfen des valencianischen Santiago Calatrava errichteter Komplex, zu dessen Einrichtungen auch der viel versprechende Kunstpalast zählt. In Kürze kommt noch die so genannte „Ágora“ der Stadt der Künste und der Wissenschaften hinzu, die ebenfalls von Calatrava entworfen wurde und als Multifunktionszentrum vorgesehen ist. So wird diese Agora sowohl als Treffpunkt und Erholungsort für Bürger und Besucher als auch zur Veranstaltung von Events und gesellschaftlichen Feierlichkeiten dienen.
Der Kongresspalast, konzipiert von Norman Foster, das MUVIM (Valencianisches Museum für Aufklärung und Moderne), ein Werk des Sevillaners Guillermo Vázquez Consuegra, und das Messegelände Feria Valencia, das dem Publikum sein abgeschlossenes Erweiterungsprojekt präsentiert, verkörpern nur ein paar Beispiele für die internationale und zukunftsorientierte Ausrichtung der Mittelmeerstadt. Nicht außer Acht gelassen werden sollte überdies die Umgestaltung des Hafengeländes zum Anlass der Austragung der 32. Ausgabe des America’s Cup, gekrönt vom Besuchergebäude „Veles e Vents“ nach einem Entwurf des Briten David Chipperfield und des Spaniers Fermín Vázquez. Überdies sollte das Hauptquartier des italienischen Teilnehmerteams Luna Rossa Erwähnung finden, welches die Handschrift des berühmten Architekten Renzo Piano trägt.
Textquelle: Turismo Valencia