Im Zentrum der Stadt thront die Domkirche "Zu Unserer Lieben Frau". Die Backsteinkirche des Erzbistums München-Freising ist ein spätgotischer Hallenbau des 15. Jahrhunderts, ausgestattet mit Kunstwerken aus fünf Jahrhunderten.
Ein massiges Kirchenhaus, klar gegliedert, und auch farblich passen die grünen Kuppeln und die roten Klinker schön zusammen. Der spätgotische Bau zählt zu den größten Hallenkirchen Süddeutschlands. Die Frauenkirche ist 108 Meter lang und 38 Meter breit - Ausmaße etwa wie ein Fußballfeld. Sie wurde für die Versammlung von bis zu 20.000 Menschen geplant - erstaunlich, denn München hatte zur damaligen Zeit gerade mal 13.000 Einwohner. Übrigens: Der 98 Meter hohe Südturm bietet eine tolle Aussicht.
Trotz der Ausmaße wirkt die Frauenkirche keineswegs urgewaltig. Sie ist durch elf Paare schlanker Pfeiler geschickt gegliedert. Diese richten eine durchlichtete "Wand" zwischen den Schiffen auf.
Ein weiterer Grund: Die Architektur ist auf das Wesentliche reduziert. Im Innenraum unter dem Chor - der Fürstengruft - liegen die ältesten Gräber des Wittelsbacher Königsgeschlechts in München, so z.B. die Gebeine von Kaiser Ludwig.
1468 legte Herzog Sigismund den Grundstein der Kirche und beauftragte Jörg von Halsbach mit dem Bau des Gebäudes. 1488 waren die Türme vollendet und Pilgerscharen kamen nach München. Doch erst 1525 wurden den Türmen die bekannten grünen "Welschen Hauben", die als Vorboten der Renaissance gelten, aufgesetzt. 1944 wurde der Dom stark zerstört. Das Hallengewölbe stürzte teilweise ein und die Kirche wurde ausgeplündert. Nach dem Krieg wurde sie in mehreren Etappen renoviert - zuletzt 1994.
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