Loretto-Denkmal Mosbach (Baden)

Loretto Denkmal

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    Beschreibung

    Junge Mosbacher, die in den Ersten Weltkrieg (1914-18) zogen, dienten beim 2. Badischen Grenadierregiment Kaiser Wilhelm I. Nr. 110. Die „110er“ waren das „Heimatregiment“ der Odenwälder. Daher hatte Mosbach auch ein eigenes Wehrbezirkskommando, in dem die jungen Männer aus Mosbach und Umgebung gemustert und eingezogen wurden.

    Einsatzort der Badener war die Hügelkette um die Kapelle Notre Dame de Lorette – wenige Kilometer südwestlich von Lens im nordfranzösischen Kohlenrevier. Hier mussten Tausende junger Franzosen und Deutsche, darunter viele Mosbacher, ihr Leben lassen.

    Das Loretto-Denkmal weihte 1934 Reichsstatthalter Robert Wagner ein. Anders als vier Jahre zuvor geplant, wurde die Erweiterung des Stadtgartens nun eher eine Gedenkstätte als ein Park.

    Die architektonische Gestaltung sowie der Standort des Kriegerdenkmals sind dem Kriegsausgang 1918 angepasst. Die Niederlage spiegelt sich zum einen in dem unauffällig wirkenden Buntsandsteinfindling und zum anderen auch in der Wahl des Standortes - am Rande des ehemaligen Stadtparks - wider. Im Gegensatz dazu steht das Kriegerdenkmal 1870/71 (vgl. Schautafel Nr. 7 dieses Rundgangs ).

    Heute ist der Blick auf Loretto ein völlig anderer als der von 1934, als die Nationalsozialisten das Denkmal zur verherrlichenden Erinnerung an die Schlacht bei Loretto errichteten. In der Gegenwart geht es nicht mehr um eine Glorifizierung der Vergangenheit, sondern eher um eine Mahnung für die Zukunft, dass sich so etwas nie mehr wiederholen dürfe. Die Feinde von einst pflegen heute in einem vereinten Europa eine vorbildliche Partnerschaft

    Grenadierregiments, in Frankreich ihr Leben ließen. Das Denkmal wurde 1934 eingeweiht. Das Loretto-Denkmal ist kein heroisches Kriegerdenkmal, sondern spiegelt in seiner zurückhaltenden Gestaltung - Bundsandsteinfindling ? die Stimmung wieder, in der sich Deutschland nach 1918 befand.

    Copyright Videos & Fotos: Medium 1: Stadt Mosbach