Sommerhaus mit Garten im englischen Stil. 1784 / 85 Errichtung für den Theologen Johann Jacob Griesbach (1745-1812), Treffpunkt bedeutender Persönlichkeiten der deutschen Klassik 1818 Erwerb durch Großherzogin Maria Pawlowna (1786-1859) als Sommersitz für ihre Töchter ("Prinzessinnenschlößchen").
1821 Errichtung des weltweit ersten Goethe-Denkmals im 20. Jh. Ausstellungs- und Universitätsgebäude Der 1775 an die Universität berufene J.J. Griesbach schuf sich außerhalb der Enge der Stadt ein Gartenhaus mit weitläufigem Park und freiem Blick über die Landschaft. Das verputzte Fachwerkgebäude auf massivem Sockel hat ein Mansardwalmdach mit Zwerchhäusern nach Osten und Westen. Die zurückhaltende Gliederung der Fassaden mit Putzpilastern und Werksteingewänden um die Erdgeschossfenster und Eingangstüren, breiten Dreiecksgiebeln, Mittelbalkon und Fensterläden bestimmt das klassizistische Erscheinungsbild.
Bedeutende Vertreter der deutschen Klassik wie Goethe, Schiller, Fichte, Hegel, die Brüder Wilhelm und Alexander Humboldt, Herder, Wieland, Voß und Knebel verkehrten hier. Auf Vermittlung Goethes kam das Anwesen 1818 in den Besitz des Weimarer Hofes. Umbauten wurden erforderlich. Goethe kümmerte sich auch um die Erziehung der Prinzessinnen Maria (1808-1877) und Augusta (1811-1890) während der Sommerfrische. Maria Pawlowna ließ zu seinem 72. Geburtstag das nach Entwürfen von Johann Peter Kauffmann geschaffene Denkmal errichten (Rekonstruktion 1974). Der Garten war der erste Landschaftspark in englischem Stil in Jena. Im frühen 20. Jh. wurden Teile zugunsten von Bauprojekten abgetrennt.
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