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Hermannsdenkmal

Sehenswürdigkeiten | Detmold

 
 

Das Hermannsdenkmal ist im Besitz des Landesverbandes Lippe. Denkmal und Anlage werden verwaltet von der Hermannsdenkmal-Stiftung, eine unselbständige Stiftung des Landesverbandes Lippe. Die Hermannsdenkmal-Stiftung hat die Aufgabe, das von Ernst von Bandel aus Spendenmitteln aller deutschen Volksschichten erbaute und dem deutschen Volk als Nationaldenkmal gestiftete Hermannsdenkmal mit den dazugehörigen Anlagen zu betreuen und dem deutschen Volk als Mahnmal zur Einigkeit und im Gedenken an die furchtbaren Weltkriege als Friedensmahnmal zu erhalten.

Der Plan, dem Cheruskerfürsten an dieser Stelle ein weithin sichtbares Denkmal zu setzen, geht zurück auf Ernst von Bandel. Bandel, der lange Jahre in Hannover und Berlin als Bildhauer und Architekt tätig war. Unbeirrbar hat er die vielfachen Widerstände, die sich seinem Werk immer wieder entgegenstellten, überwunden. Bandel hatte mit den Bauarbeiten auf dem von ihm ausgewählten Berg 1838 begonnen, aber erst 37 Jahre später, im Sommer 1875, sah er das Denkmal seiner Vollendung entgegen. Der Künstler wohnte in den letzten Jahren der Bauarbeiten ständig auf "seinem Berge", in einem einfachen Blockhaus, der "Bandelhütte".

Erste Skizzen Ernst von Bandels stammten bereits aus dem Jahre 1819, als die Erinnerung an die Befreiungskriege noch lebendig war. Die Völkerschlacht bei Leipzig 1813, die das Ende Napoleons besiegelte, wurde nicht nur für ihn zum Symbol einer wiederzuerlangenden nationalen Einheit. Bandel widmete sein ganzes Leben und künstlerisches Wirken, der Idee, mit seinem Denkmal ein allgemeingültiges Nationalsymbol zu schaffen, das das Bekenntnis einer freiheitlichen Ordnung nationalen Zuschnitts zum Ausdruck bringen sollte. Monumente wie das Hermannsdenkmal sollten dazu beitragen, eine demokratische Legitimation zu stiften.

Nach den Befreiungskriegen gab es ein einiges Deutschland als Staat ebensowenig wie eine deutsche Nation. Die Mitte Europas bestand aus einem bunten Flickenteppich von achtunddreißig souveränen Einzelstaaten, die im Deutschen Bund durch die in Wien 1815 beschlossene Bundesakte verknüpft waren. Mit der Ruhe und Ordnung war es 1830 infolge der französischen Juli-Revolution vorbei. Trotz großer Schwierigkeiten wurde 1838 der Grundstein für das Denkmal gelegt und der Sockel auf der Grotenburg errichtet.
Ernst von Bandel wurde am 17. Mai 1800 im bayerischen Ansbach geboren. Seine Schulzeit verlebte er in Ansbach und Nürnberg. Mit 16 begannen seine "Lehrjahre" in München auf der "Bauschule der Akademie".

Zwei Jahre später musste Bandel bereits seinen Lebensunterhalt und die Mittel für sein weiteres Studium selbst verdienen. In dieser Zeit entstanden erste Zeichnungen für ein Hermannsdenkmal oder eine "Arminiussäule", wie Bandel selbst es stets bezeichnete. 1834 erfolgte seine Übersiedlung nach Hannover, und von 1837 bis 1846 lebte und arbeitete er in Detmold. In dieser Zeit stellte er den Unterbau für das Denkmal fertig, der 1838 eingeweiht wurde. Danach geriet der Bau ins Stocken. Querelen mit dem Förderverein führten dazu, dass Bandel sich nach Hannover zurückzog.

Obwohl er auf jeglichen Lohn für seine Arbeiten verzichtet hatte, fehlten die finanziellen Mittel für den Weiterbau. Die Werkstätten auf der Grotenburg verfielen. Die Kupferplatten für die Hermannsfigur, von denen einzelne bereits gestohlen worden waren, wurden nach Detmold transportiert. Mit Unterstützung verschiedener Ingenieure entwickelte er die Konstruktion des inneren Eisengerüstes.

1862 wurde der Bau des Denkmals wieder aufgenommen. Bandel kehrte schon bald auf die Grotenburg zurück und schuf Zug um Zug die technischen Voraussetzungen für die Montage der Figur auf dem Sockel. Zeitraubende Verhandlungen mit verschiedenen Stahlfirmen über die Konstruktion des Eisengerüstes verzögerten die Arbeiten. Zügiger ging der Bau des Denkmals erst seit 1870 voran.

Die Fertigstellung des Denkmals bis zum Sommer 1875 kosteten Bandel jedoch seine letzten Kräfte. Halb erblindet und von rheumatischen Beschwerden gezeichnet, erlebte er am 16. August die Einweihung. Die Ordensverleihung durch Wilhelm I. war eine späte Würdigung seiner Verdienste.

Die nachhaltige Anerkennung seines Lebenswerkes blieb ihm jedoch versagt. Er starb ein Jahr nach der Denkmalenthüllung am 25.09.1876.

Teuto Kletterpark

Am 22. März startet im Teuto-Kletterpark in Detmold die Klettersaison. Im herrlichen Buchenwald direkt am Hermannsdenkmal warten über 70 Kletterstationen in sieben Parcours darauf von euch erorbert zu werden.

Der Teuto-Kletterpark ist einer der ältesten und bekanntesten Wald-Kletterparks Deutschlands und gilt unter Kennern als einer der reizvollsten Anlagen. Der legendäre schwarze Parcours ist das Highlight für jeden Hochseilgarten-Fan!

Für jeden der passende Parcours

Die mehr als 70 Kletter-Stationen im natürlichen Baumbestand sind in sieben Parcours unterschiedlicher Schwierigkeit und Höhe eingeteilt. In 1-12m Höhe findet jeder Besucher einen Parcours, der seinem Mut und Können entspricht.

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  • Adresse und Lage
Adresse:
Hermannsdenkmal
Grotenburg 50, 32760 Detmold
Telefon:
05231/88038
Webseite:
 
Lage:
 
Tags:
Sehenswürdigkeit
Textquelle: LWL Copyright: Foto 1 : LWL , Foto 2 : Teuto Kletterpark , Foto 3 : Staatsbad Salzuflen GmbH, Sabrina Nottmeier , Foto 4 : Staatsbad Salzuflen GmbH, Sabrina Nottmeier

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