Inmitten der Weser an der Bürgermeister-Smidt Brücke befindet sich hinter den roten Backsteinmauern von vier großen Speichergebäuden eines der größten Sammlermuseen für internationale zeitgenössische Kunst in Deutschland.
Auf 6000qm Ausstellungsfläche werden seit 1991 Werke der verschiedensten internationalen Kunstrichtungen der letzten vierzig Jahre präsentiert. Hier im Neuen Museum Weserburg kann man nicht nur die Werke der einflußreichsten Künstler der Gegenwart im Original sehen, sondern zugleich ein ungewöhnliches Museumskonzept erleben.
Erstmals wird hier die Idee eines Sammlermuseums umgesetzt, in dem der Sammler nicht nur Leihgeber, sondern auch Mittler Zeitgenössischer Kunst ist. Aus mehreren kleinen und großen europäischen Sammlungen wurden Schwerpunkte ausgewählt, die einen eindrucksvollen Einblick in die Kunst der unmittelbaren Gegenwart und jüngsten Vergangenheit geben. Die individuelle Kunstleidenschaft des Privatsammlers und der kunsthistorische Blick des Museums verbinden sich in der lebendigen Atmosphäre des Hauses. Jede der Sammlungen bewahrt ihren spezifischen Charakter, der sich nicht nur in der Wahl der Künstler und bildnerischen Vorstellungen, sondern auch in der Präsentation verdeutlicht.
Zu sehen gibt es unter anderem: Werke der amerikanischen Pop Künstler John Wessely, Kenneth Noland, John Chamberlain, Larry Poons, Jules Olitski, James Lee Byars, Ross Bleckner; der Minimalisten Donald Judd, Sol LeWitt, Frank Stella, Ellsworth Kelly, Dan Flavin, Richard Serra und Richard Long. So verschiedene deutsche Positionen wie die von Gerhard Richter, Georg Baselitz, Gotthard Graubner, Reiner Ruthenbeck und Rebecca Horn.
Vertreten ist die italienische Arte Povera mit Mario Merz, Pier Paolo Calzolari und Giuseppe Penone, Jannis Kounellis, Michelangelo Pistoletto, Alighiero Boetti, Giulio Paolini, Luciano Fabro ebenso wie die französischen Künstler Chistian Boltanski und Daniel Buren. Aus der Fluxusbewegung kommen Daniel Spoerri, Robert Filliou und Dieter Roth. Grenzgänger zwischen Musik und Bildender Kunst sind mit den Klanginstallationen von Hans Otte und Rolf Julius präsent.
Es gibt keine Führungslinie entlang kunsthistorischer Entwicklungen, keine abgrenzenden 'Ismen'. Im Zentrum der Präsentation steht vielmehr das Nebeneinander, die Beeinflussung, die lebendige Vielfalt der Kunst der Gegenwart, die sich den Besuchern auf vier Etagen erschließen.
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