Böttcherstraße

Eingang der Böttcherstraße
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Ein Relief aus Blattgold beeindruckt den Besucher schon am Eingang der Böttcherstraße. Rote Backsteinhäuser bestimmen das Bild der kleinen engen Gasse. Wo einst die Fassmacher (Böttcher) zu Hause waren, locken jetzt kleine Läden, Museen und Restaurants die Besucher an.

Die Anfänge

Wo einst die Fassmacher (Böttcher) zu Hause waren, locken jetzt kleine Läden, Museen und Restaurants die Besucher an. 1902 kaufte der Bremer Kaffeekaufmann Ludwig Roselius ein Packhaus aus dem 14. Jahrhundert, das ungefähr in der Mitte der Böttcherstraße steht. Nach und nach kaufte er auch die anderen Gebäude der heruntergekommenen Straße und riss sie ab. Das ehemalige Packhaus war das einzige, das er stehen ließ.

Zwischen 1923 und 1931 baute er die 110 Meter lange Böttcherstraße als Laden- und Museumsgasse wieder auf. Sie zieht seit Jahrzehnten Millionen von Touristen an. Im Packhaus richtete sich Roselius sein Domizil ein. Heute trägt es seinen Namen. Zunächst nutzte Roselius das Gebäude als Kontor, später deponierte der leidenschaftliche Sammler dort seine Schätze. Heute beherbergt der Giebelbau den größten Teil der Mittelalter-Sammlung Roselius´: Bilder von Lucas Cranach, herrliche Gobelins und schöne Glasmalereien.

Der Erfinder des entkoffeinierten Kaffees

Eine Privatstraße - da kommt natürlich die Frage auf: Wie konnte ein einzelner Mann sich das leisten? Ganz einfach, Ludwig Roselius hat 1906 in Bremen den entkoffeinierten Kaffee erfunden, und er ist der Gründer der Firma "Kaffee Hag".

Über Jahrzehnte hat Roselius das Koffein an Pharmakonzerne verkauft, die den Wirkstoff für Medikamente nutzten, und dadurch seinen Reichturm gemehrt. Aus diesem Grund konnte er sich den Luxus einer Privatstraße leisten, die er mit Hilfe der Architekten Alfred Runge und Eduard Scotland und des Bildhauers und Architekten Bernhard Hoetger verwirklichte.

Mischarchitektur

Die Böttcherstraße besteht aus zwei unterschiedlichen Architekturstilen. Runge und Scotland zeichnen für den historischen norddeutschen Backsteinstil verantwortlich, und Hoetger baute eher im expressionistischen Stil.

Das Paula-Modersohn-Becker-Haus wurde von Hoetger gebaut, es steht am Beginn der Boettcherstraße, wenn man vom Marktplatz aus dorthin gelangt. Er hat die Wände belebt, sie mit dreidimensionalen Strukturen versehen. Backsteine springen aus der Fassade hervor und wechseln sich mit verputzten Flächen ab.

Die kleinen Läden

Auf der rechten Seite der Böttcherstraße reihen sich kleine Läden aneinander. Dort wird jedoch keine Massenware verkauft, sondern Blechspielzeug und Kunsthandwerk. Im ganz in weiß und blau gehaltenen "Bremer Tee Handelskontor" können Besucher zwischen vielen Teesorten wählen. Eine Kanne Tee auf einem Stövchen lädt zum Probieren ein.

Adresse und Kontaktinfos

Böttcherstraße
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Böttcherstraße 28195 Bremen

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